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Nobelpreis

Nobelpreis: Dynamit brachte alles in Rollen

12.04.2008

Von unserem Jungredakteur Hendrik Leichtfeld, Ricarda-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 10. Klasse

Der Sprengstoff Dynamit wurde 1866 in Krümmel bei Hamburg von dem schwedischen Chemiker Alfred Nobel erfunden und im Oktober 1867 patentiert. Dynamit besteht aus drei Teilen Nitroglycerin als explosiver Hauptteil, einem Teil Kieselgur als Trägermaterial und kleinen Mengen von Natriumcarbonat (Soda) als chemischer Stabilisator.

Durch verheerende Unglücke, die das Nitroglycerin, das schon bei leichten Schlägen explodieren kann, verursachte, wurde er von der schwedischen Regierung zu weiteren Forschungen getrieben. Durch einen Zufall fand Alfred Nobel heraus, dass Nitroglycerin in das mikroporöse Kieselgur gemischt unempfindlicher gegen Schläge und Erschütterungen wird. Es kann jedoch durch eine Zündung zur Explosion gebracht werden.

Damit hatte Alfred Nobel den ersten technisch handhabbaren Sprengstoff erfunden, der eine deutlich stärkere Wirkung als das Schwarzpulver erzielte. In der Zeit der Industrialisierung bestand im Bergbau, Steinbrüchen und für den Straßen- und Tunnelbau von Verkehrswegen ein sehr großer Bedarf für solche potenten Sprengstoffe. Entgegen vielfacher Behauptungen wurde das klassische Dynamit Alfred Nobels nie im Krieg verwendet, da es zu diesem Zweck noch viel zu empfindlich war. Dynamit wird schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gewerblich verwendet. Es wurde abgelöst von den gelatinösen Ammoniumnitrat-Sprengstoffen, die deutlich billiger und sicherer zu handhaben sind, bei gleicher Brisanz und höherer Arbeitsleistung.



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