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Das Leben des Alfred Nobel12.04.2008
Von unserem Jungredakteur Hendrik Leichtfeld, Ricarda-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 10. Klasse Fast jeder kennt den Nobelpreis, aber nicht jeder kennt auch den Ursprung seines Namens. Der Nobelpreis bekam seinen Namen durch „den“ Forscher des 19. Jahrhunderts: Alfred Nobel. Alfred Nobel wurde am 21.10.1833 in Stockholm geboren. Sein Vater Immanuel Nobel verdiente seinen Lebensunterhalt mit der Produktion von Gummi. Doch weil seine Firma Pleite ging, floh der Vater vor seinen Gläubigern nach St. Petersburg, wo er eine Rüstungsfabrik aufbaute. 1842 gelangte der Vater durch seine Fabrik wiederum zu Reichtum und ließ seine Familie aus Schweden nach St. Petersburg nachkommen. Alfred Nobel, der in Schweden nur ein Jahr die Schule besuchen konnte, wurde hier durch Privatlehrer in Literatur, in Sprachen und in den Naturwissenschaften unterrichtet. Der junge Alfred Nobel interessierte sich vorerst gegen den Willen seines Vaters mehr für die Literatur und verfasste selbst Gedichte. Aus diesem Grund wurde der 17-jährige Alfred Nobel von seinem Vater auf Reisen in die USA, nach Deutschland, Schweden und Frankreich geschickt. In Paris arbeitete er als Laborgehilfe. Hier sammelte er erste Erfahrungen mit der angewandten Chemie und lernte den Turiner Arzt Ascanio Sobrero kennen, der 1847 das Nitroglycerin erfunden hatte. Alfred Nobel interessierte sich sehr für diesen Sprengstoff, der anfangs wegen seiner gefäßerweiternden und somit blutdrucksenkenden Eigenschaften als Herzmedikament verwendet wurde. Auf ihrer langen Odyssee zogen die Nobels zurück nach Stockholm, wo sie ein kleines Labor errichteten, sich der Erforschung der Sprengstoffchemie widmeten und 1862 zum ersten Mal selbst Nitroglycerin herstellten. 1865 ließ Alfred Nobel seine eigene Firma errichten, in der er seine Sprengstoffversuche ungehindert ausüben durfte. Ein Jahr zuvor hatte es nämlich einen Unfall gegeben, bei dem fünf Menschen starben. Seither verbot die Regierung Sprengstoffforschung in bewohnten Gebieten. 1867 gelang es Alfred Nobel, das bisher unkontrollierbare Nitroglycerin sicher handhabbar zu machen, indem er es in Kieselgur aufsaugte. So erhielt Alfred Nobel das Dynamit. Durch die nun sicher gewordene Anwendbarkeit des Nitroglycerins vervielfachte sich das Vermögen des schwedischen Erfinders und es kam zu Firmengründungen auf der gesamten Welt. Doch plagten ihn immer wieder Gewissensbisse, weil seine Erfindung nur in Kriegen angewandt wurde. Er zog sich am Ende seines Lebens in seine Villa nach San Remo zurück, wo er am 10.12.1896 vereinsamt und ohne Erben gestorben ist. Sein Kapital betrug zu diesem Zeitpunkt in etwa 31 Mio. schwedische Kronen. In seinem Testament legte Alfred Nobel fest, dass sein Vermögen einen Fond bilden solle. Die jährlich abfallenden Zinsen sollten an diejenigen verliehen werden, die in jedem zurückliegenden Jahr Großes für die Menschheit geleistet hatten. Weiter legte Alfred Nobel die Gebiete fest, in denen der Nobelpreis verliehen werden sollte, nämlich Literatur, Physik, Chemie, Physiologie/Medizin, Erhaltung des Friedens.
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