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Kommentar zum Thema "Ritzen"

12.10.2007

Von unserer Jugendredakteurin Anna Müller (*).

Ich finde, dass das Thema "Ritzen" viel zu selten angesprochen wird. Es ist ein aktuelles und wichtiges Thema, was man nicht unter den Tisch kehren sollte.

Eine hohe Zahl der Jugendlichen auf der ganzen Welt sind von dieser psychischen Krankheit betroffen und nehmen sie nicht ernst genug. Ich habe selbst unter der Krankheit gelitten und spreche aus Erfahrung. Am Anfang ist noch alles sehr harmlos, aber nach einer gewissen Zeit wird es zur Sucht. Dabei ist es so sinnlos, sich selber Schmerzen zuzufügen, obwohl man selbst gar nichts für den Grund kann. Es ist hart, damit klar zu kommen und einzusehen, dass man wirklich krank ist. Man kann es zwar auch alleine schaffen, aus diesem "Loch" heraus zu kommen, aber man braucht sehr viel Unterstützung und Willenskraft.

Natürlich gibt es auch Menschen, die zu labil für den "Eigen-Entzug" sind und dann auf ärztliche Hilfe zurückgreifen müssen. Wer aber die Entscheidung trifft, es alleine zu schaffen, braucht gute Freunde und eine verständnisvolle Familie, was aber sehr schwer ist, weil viele Freunde und Bekannte mit der Situation nicht klarkommen und einen im Stich lassen.

Wer sich jetzt angesprochen fühlt, sollte den Mut und die Kraft besitzen und sich an jemanden wenden und mit demjenigen darüber reden. Auch, wenn es am Anfang schwer erscheint, hilft es trotzdem sehr, über alles zu reden und den Grund für diese Krankheit zu finden.



(* Name von der Redaktion geändert)


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