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Gewalt an Schulen

Konflikte lösen: Streitschlichterprogramm

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12.04.2008

Von unseren Jugendredakteuren Daniel Borchers und Hannah Hettler, Ricarda-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 9. Klasse

Eine Gegenmaßnahme wurde in den deutschen Schulen schon eingeführt: das Streitschlichterprogramm.

Streitschlichtung dient dazu, die Gewalt an unseren Schulen zu reduzieren. Das Besondere ist: In diesem Programm arbeiten hauptsächlich Schüler und Schülerinnen mit. Lehrer spielen nur am Rande, eventuell als Supervisor, eine Rolle. Die ausgebildeten Streitschlichter holen Zeugen, Täter und Opfer zusammen, um miteinander über die jeweiligen Vorfälle oder Probleme zu reden und sie in einem Täter-Opfer-Ausgleich zu klären.

Dabei gelten strenge Regeln: Alle müssen sich gegenseitig zuhören und lassen sich ausreden. Sich-gegenseitig-Beschimpfen ist strengstens untersagt! Mit diesem Programm wollen die Schüler und Schülerinnen erreichen, dass alle lernen, miteinander über ihre Probleme zu reden. Wichtig ist hierbei, dass Täter und Opfer sich mit Respekt begegnen und insbesondere, dass die Täter einerseits lernen, was sie den Opfern antun, wenn sie anderen Mitschüler/innen mit Gewalt drohen oder sogar Gewalt an ihnen ausüben. Andererseits lernen sie auch, dass solche Taten Folgen, sprich Wiedergutmachungen, Auflagen usw., nach sich ziehen. Einige Zeit nach dem Gespräch treffen sie sich noch einmal, um zu sehen, ob das letzte Gespräch etwas gebracht hat.

Schüler und Schülerinnen müssen, bevor sie als Streitschlichter/in arbeiten können, eine Ausbildung machen. Sie besteht aus ungefähr fünf Blöcken, die innerhalb eines Jahres absolviert werden. Des Weiteren müssen sie in einer Arbeitsgemeinschaft arbeiten, um auch praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln.



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