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Erneuerbare Energien30.10.2008
Von unserem Jungredakteur Philipp Gramatke, Ricarda - Huch - Schule, Kurs Journalismus, 9. Jahrgang Seitdem die Knappheit an fossilen Brennstoffen festgestellt wurde, wird weltweit fieberhaft nach Alternativen gesucht. Staatsoberhäupter debattieren darüber, ob weiterhin Atomkraft die menschliche Energieversorgung in Zukunft garantieren wird oder „erneuerbare Energien“. Atomkraft ist sehr umstritten in der Welt, vor allem seit 1986, als das Kernkraftwerk in Tschernobyl, Ukraine, aufgrund überhitzter Brennstäbe explodierte. Die Folgen sind noch heute spürbar. Vor allem die Menschen in der Ukraine leiden unter den Spätfolgen: Unheilbare Krebskrankheiten verbreiten sich, die Natur ist verseucht. Und das alles nur, weil die Menschheit immer noch nach Alternativen sucht! Neben den offensichtlichen Gefahren ist ein weiterer Nachteil der Atomkraft, dass sie ohne Subventionen, also staatlichen Zuschüsse, nicht finanzierbar ist. Das Energiegeschäft sollte schon rentabel sein, also spielt man seit ein paar Jahren mit dem Gedanken „erneuerbare Energien“ einzusetzen. Der Begriff „erneuerbare Energien“ ist physikalisch betrachtet falsch, denn Energie ist nicht erneuerbar und geht auch nicht verloren, wie schon der deutsche Physiker und Physiologe Hermann Ludwig Ferdinand von Helmholtz (1821 – 1894) erkannte. Es wird nur Energie von natürlichen Prozessen, wie Wind oder Gezeiten, „abgezweigt“ und von uns genutzt. Letztendlich wird die Energie nur in die Natur zurückgeführt.Auch fossile Energieträger, wie Erdöl oder Steinkohle, sind im strengen Sinn regenerativ, aber nicht in unserer Zeitrechnung, denn dazu braucht es mehrere Millionen Jahre. Wenn der Mensch auch Erdöl als erneuerbare Energie nutzen will, dann dürfte er maximal 80 Barrel des schwarzen Goldes pumpen. Derzeit werden ca. 80 Millionen Barrel gepumpt! Wissenschaftsmagazine rechnen mit einer weltweiten Reserve von über drei Billionen Barrel, die mit unserem derzeitigen technischen Stand gepumpt werden könnten. Alternative 1: Windkraft Unter erneuerbaren Energien verstehen wir Windräder, Solarzellen, Wasserräder und Holzpellets. Windräder gibt es schon sehr lange. Bereits zwei Jahrhunderte vor Christus wurden sie von den Menschen genutzt. Als Mutterländer gelten das antike China, Persien und Babylonien. In Europa setzte sich das Windrad erst im 12. Jahrhundert durch. Heute stehen Windräder fast überall. Man findet sie an Autobahnen, in Küstennähe, aber auch einfach nur irgendwo in der Landschaft. Neuerdings stehen sie auch im Wasser, zum Beispiel in Dänemark, aber auch in Deutschland. Wegen der erhöhten Anzahl an Windrädern ist mittlerweile ein Debatte entbrannt, denn Tierschützer befürchten, dass die Zugvögel dadurch irritiert würden. Alternative 2: Solarzellen Solarzellen, eine wesentlich neuere Art der Energiegewinnung als das Windrad, setzt sich auch langsam durch. Immer häufiger gerät das Wort „Modestrom“ in die Münder der Bevölkerung. Solarzellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich fast überall verwenden lassen. Einzelne Häuser können ein Dach aus Solarzellen besitzen, sogar Autos mit Solarzellen gibt es schon. Diese sind jedoch sehr teuer und sehr witterungsabhängig, sie haben zwar Akkus, aber die halten auch nicht ewig. Die Kfz erreichen eine Spitzengeschwindigkeit von 130 km/h, was schon schnell, aber nicht heutiger Standard ist. Es gibt auch Solarzellen zur Massenstromproduktion, zum Beispiel in Rheinland-Pfalz, wo 2003 ein Solarpark eröffnet wurde. Eine weitere Idee ist einen Solarpark in der Sahara zu bauen. Da Solarzellen sehr teuer sind, scheiterte dieses Unterfangen bisher an der finanziellen Frage. Solarzellen sind auf jeden Fall eine Alternative für die Zukunft. Alternative 3: Wasserkraft Wasserräder sind sehr umgebungsabhängig und können, wie der Name schon sagt, nur am Wasser gebaut werden. Meistens stehen sie an Flüssen und drehen sich aufgrund des vorbeifließenden Wassers. Eine inzwischen unmoderne Art der Energiegewinnung, die ihre Ursprünge in ferner Vergangenheit hat. Alternative 4: Holzpellets Holzpellets sind dagegen eine sehr ernst zu nehmende Alternative, da sie durch ihr Verbrennen nicht mehr CO² freisetzen, als sie vorher umgewandelt haben. Diesen Vorgang nennt man CO²-neutral. Deshalb werden sie immer bekannter und beliebter. Außerdem sind sie günstiger als Erdöl, dessen Preis in letzter Zeit deutlich angestiegen ist. Pellets stellen auch eine Ausweichmöglichkeit dar, falls Arabien irgendwann „den Hahn zudreht“. Wirtschaftlich gesehen sind Holzpellets eine sehr freundliche Alternative, da sie den regionalen Holzmarkt stärken. Für die Zukunft hieße das, dass es eventuell mehr Arbeitsplätze in diesem Sektor geben wird. Neben der Energiegewinnung für den Haushalt läuft parallel eine Debatte über die Zukunft der heutigen Verbrennungsmotoren. Damit diese nicht von der Bildfläche verschwinden, gibt es auch schon genügend Alternativen, z.B. Bio-Diesel, welcher aus Rapsöl hergestellt wird. Ebenfalls sind schon neue Verbrennungsmotoren entwickelt worden, die mit Wasserstoff laufen. Auch eine umweltfreundliche, aber nicht gerade ungefährliche Möglichkeit. Das könnte Ihnen auch gefallen:
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