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Michael Connelly: Vergessene Stimmen (Buchkritik)

20.11.2006
Von unserer Redakteurin Nadine Jerke

Nach drei Jahren Arbeitspause nimmt Harry Bosch seinen Job bei der Polizei wieder auf. Gemeinsam mit seiner früheren Partnerin, Kiz Rider, wird Bosch in die Abteilung „Offen-Ungelöst“ versetzt, in welcher ungeklärte Mordfälle der letzten 20 Jahre neu aufgerollt werden sollen.

Gleich der erste Fall, den die beiden sich vornehmen, stellt sie vor eine große Herausforderung. Der vor siebzehn Jahren begangene Mord an der jungen Becky Lost ist zunächst undurchsichtig. Als aber eine DNA-Probe auf einen Täter hinweist und die Beamten der Spur nachgehen, stellt sich nicht nur eine Verbindung zur Rechten Szene her. Auch hohe Polizeibeamte scheinen in die Verschleierung des Mordes verwickelt zu sein.

Die Befragung der Eltern des Mordopfers, sowie ihrer besten Freundinnen scheint Bosch und Rider zunächst nicht zu helfen. Als Bosch dann aber in der Kantine des LAPD mit einem ehemals verhassten Kollegen aneinander gerät, kommt die Kugel plötzlich ins Rollen.

Michael Connelly legt mit seinem neusten Buch wieder eine perfekt inszenierte Geschichte vor. Sobald die ersten Seiten gelesen sind, fällt es schwer „Vergessene Stimmen“ wieder aus der Hand zu legen.
Wie alle Romane von Connelly ist auch dieser bis ins Detail stimmig und überzeugend. Für Krimifans sehr empfehlenswert.

Michael Connelly studierte und arbeitete in Florida, wurde für eine seiner Reportagen für den „Pulitzer-Preis“ nominiert und war danach einige Jahre Polizeireporter für die Los Angeles Times. Er lebt in Florida.
Autor/in: Michael Connelly
Verlag: Heyne
Umfang: gebunden, 480 Seiten
Erscheinungsjahr: Oktober 2006
ISBN: 978-3-453-01431-2
Preis: 19,95 €


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