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Schokolade

Herstellung von Schokolade

30.10.2008

Von unserer Jungredakteurin Hannah Hettler, Ricarada-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 10. Klasse

Schokolade ist bereits ein Jahrtausend vor der Entdeckung Amerikas als Genussmittel und auch als natürliches Nahrungsmittel bekannt gewesen. Kakaobohnen waren nicht nur ein Nahrungsmittel, sie waren sogar soviel wert, dass sie auch als Zahlungsmittel dienten.

Der Ursprung der leckeren Schokomänner oder auch Tafeln ist die Kakaobohne. Sie kommt ausschließlich aus tropischen Anbauländern, da gleichmäßige Wärme und hohe Boden- und Luftfeuchtigkeit sehr wichtig für den Wachstum der Kakaopflanzen sind. Mittel- und Südamerika, Südostasien und Afrika sind die Hauptanbaugebiete. sie liegen alle am Äquator. Zwar wird Kakao am meisten in Afrika angebaut, jedoch werden dort im Wesentlichen die ertragreichen Konsumarten angebaut. Die Edelkakaosorten kommen dagegen eher aus dem nördlichen Südamerika, der Karibik und Indonesien. Um nun aus den angebauten Kakaobohnen zum Beispiel zu den Ostereiern zu kommen, muss die Kakaobohne auf eine lange Reise der Verarbeitung gehen.

Es fängt mit der Ernte an. Denn die Bohnen werden wie vor 500 Jahren immer noch von Hand geerntet. Dann geht es weiter zum Öffnen: Arbeiter öffnen die Kakaobohnen mit dem Buschmesser, um die Samenkerne herauslösen zu können, welche dann erst einmal eine Weile gären müssen genannt Fermentation, damit der hochwertige Rohkakao entstehen kann. Bevor sie dann in die jeweiligen Verarbeitungsländer reisen können, werden die Bohnen noch ein paar Tage in der tropischen Sonne getrocknet.

Um sich unseren Schokomännern zu nähern, brauchen wir aber erst einmal flüssige Schokolade. Damit aus den getrockneten Kakaobohnen flüssige Schokolade wird, ist noch ein wenig Arbeit nötig. Zuerst werden sie bei gleichmäßiger Temperatur geröstet, damit sich der eigentliche Kakaogeschmack richtig entfalten kann. Danach kommen sie in Mühlen und Walzwerke, in denen sie solange ausharren müssen, bis sich die Kakaobutter gelöst hat, sich die einzelnen Teilchen in der Schokolade verbinden und wir im Endeffekt eine stark nach Kakao riechende, flüssige Masse haben.

Von hier aus gibt es dann zwei Wege der Weiterverarbeitung: Und zwar einmal zu Kakaobutter und Kakaopulver, dies geschieht in einem Arbeitsgang, und außerdem zu den leckeren Schokoriegeln für Zwischendurch und natürlich noch vielen anderen Schokowaren. Kakaobutter und Kakaopulver entstehen dadurch, dass die flüssige Masse so stark zusammengepresst wird, dass sich das Fett vollkommen herauslöst und wie Öl heraustropft. Die restliche Masse (auch Kakaopresskuchen genannt) wird dann noch einmal zu dem endgültigen Kakaopulver gemahlen. Die Verarbeitung zu leckeren Schokoriegeln ist jedoch etwas aufwendiger. Die gewonnene Kakaomasse wird nun mehrere Tage unter Zugabe von Milch, Zucker und Sahne oder auch Kakaobutter gerührt, so lange, bis sie so glatt ist, dass sogar die feinsten Schokoladentäfelchen entstehen können.



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