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Ilkka Remes: Höllensturz (Kritik)01.11.2006
von unserer Redakteurin Silke Schröder In dem nordfinnischen Ort Pudasjärvi werden drei Frauen erschossen aufgefunden. Die drei Freundinnen gehörten der christlichen Glaubensgemeinschaft der Laestadianaer an. Johanna Vahtera, eine der wenigen finnischen Profilerinnen, nimmt sich des Falles an und kommt einer abenteuerlichen Verquickung verschiedenster Ereignisse auf die Spur. Denn parallel zu den Morden wird auch die vierte finnische Freundin Saara auf einer Bibelforschungsreise im Irak entführt. Ihr Mann setzt alle Hebel zu ihrer Befreiung in Bewegung und fährt zusammen mit Timo Nortamo, dem Agenten einer europäischen Spezial-Polizeieinhei t, in den mittleren Osten. Wo aber liegt die geheime Verbindung zwischen diesen beiden Fällen? Und was führt der libanesische Restaurantbesitzer im Schilde, dessen Bruder ein gesuchter Terrorist ist? Dies ist das dritte Abenteuer mit dem finnischen Special Agent Timo Nortamo. Anders als bei den ersten beiden Büchern spielt er aber nur am Rande eine Rolle, denn hier geht vor allem um die junge Profilerin Johanna. Mit ihr nimmt Remes neuer Thriller einen viel versprechenden Anfang. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Israelischer Geheimdienst und christliche Fanatiker, antike Schriftrollen und weibliche Rachefeldzüge, islamistische Terroristen und amerikanische Geiseln - der Autor geht mit seinen Handlungssträngen in die Vollen. Manchmal wäre weniger mehr. Dennoch: Spannende finnische Action in Wüstensand und Schneetreiben.
Ilkka Remes wurde 1962 im südostfinnischen Seengebiet geboren, in der Nähe der sowjetischen Grenze. Er hat in Finnland mehrere renommierte Preise bekommen, u. a. den Kalevi-Jäntti-Preis, den Preis der Finnischen Krimigesellschaft und den Literaturpreis der Olvi-Stiftung.
Autor/in: Ilkka Remes
Verlag: Dtv
Umfang: 440 Seiten
Erscheinungsjahr: November 2006
ISBN: 978-342324572-2
Preis: 14,00 €
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