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Ich will nicht mehr! - Selbstmord von Jugendlichen12.10.2007
Von unserem Jungredakteur Daniel Borchers und Jungredakteurin Hannah Hettler, Ricarda-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 9. Jahrgang Selbstmordgedanken sind schlimm. Doch der aktive Versuch, auf irgendeine Art und Weise das eigene Leben zu beenden, ist nahezu unfassbar. Versuchen wir uns zunächst einmal diesem Thema rein sachlich zu nähern. Eine Definition: Selbstmord (auch Suizid genannt) ist der Versuch, auf jegliche Art, das eigene Leben zu zerstören. Ob durch Erhängen, Vergiften, Ertränken oder Erschießen, alles sind Methoden zur Selbsttötung. Selbstmord unter Kindern und Jugendlichen ist ein gar nicht mal so seltenes Thema! Jedes Jahr sterben ungefähr 300 Jugendliche und Kinder durch „eigene Hand“. Die Zahl der Gefährdeten wird unterschätzt: Es gibt heutzutage deutlich mehr Jugendliche und Kinder, die Selbstmordgedanken haben und ihr Leben am liebsten sofort beenden möchten, als früher. Doch leider merken wir dies oft nicht, da die Jugendlichen ihre Probleme, deren Ursachen oft in Familienkonflikten oder Streit mit Freunden, Trennung usw. zu suchen sind, häufig verdrängen. Nach außen hin machen sie einen ausgeglichenen Eindruck, sodass sogar ihre engsten Freunde nichts bemerken. Höhere Selbstmordrate bei Jungen Die Selbstmordrate bei männlichen Jugendlichen ist deutlich höher als bei weiblichen, da sie stärker unter Leistungsdruck und Perspektivlosigkeit leiden. Weibliche Jugendliche hingegen leiden häufiger unter Liebeskummer und Problemen mit Freunden und Familie, wobei diese Ursachen natürlich auch bei männlichen Selbstmordgefährdeten Gründe für den Selbstmord sein können. Viele aber denken auch an Selbstmord, weil sie zum Beispiel Schuldgefühlen wegen krimineller Handlungen etc. haben. Dies ist zum Beispiel auch eher eine Ursache bei den Männer. Wie kann man helfen? Um den Betroffenen zu helfen, müssen wir stärker auf ungewöhnliche Verhaltensweisen achten und so schnell wie möglich handeln. Mögliche Anzeichen für eine Selbstmordgefährdung können sein: Schule schwänzen, Bulimie und Magersucht, Diebstähle, weglaufen von zu Hause und auch verschenken von liebgewonnenen Dingen, abbrechen von guten Freundschaften und Desinteresse an Hobbys. Täglich drei jugendliche Suizidtote Die Selbstmordrate ist in Städten, insbesondere Großstädten, höher als auf dem Land. Sehr auffällig ist auch, dass die Anzahl der Betroffenen immer weiter steigt. Ungefähr 40 Kinder und Jugendliche versuchen täglich, sich das Leben zu nehmen, indem sie sich zum Beispiel erhängen, vergiften, ertränken etc. Die Selbsttötung „klappt“ jedoch nicht immer. Tatsächlich sterben in Deutschland täglich ca. drei Kinder und Jugendliche durch Suizid. Am häufigsten „klappt“ der Suizid bei männlichen Personen, da sie die „sichereren“ Methoden, wie „Sich-Erhängen", erschießen oder auch verbrennen wählen. Bei den weiblichen Personen hingegen klappt es weniger häufig, da sie die eher „harmloseren“ Methoden, wie „Sich-Vergiften" oder ertränken bevorzugen. Nach wie vor greifen viele zur Klinge und schneiden sich die Pulsadern auf. Andere schrecken auch nicht davor zurück, sich zum Beispiel vor Fahrzeuge, z.B. Züge zu legen.
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