|
|
Fred Vargas: Fliehe weit und schnell (Kritik)10.02.2003
Von unserer Redakteurin Katrin Ruß Wallander und Co. haben Gesellschaft aus Frankreich bekommen. Dort ermittelt jetzt Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg. Auch seine Erfolge ergeben sich nicht aus der Anwendung strenger Logik und nüchterner Schlußfolgerungen – sondern er geht intuitiv, leidenschaftlich und unkonventionell vor. Dabei zieht ihn dieser Fall so sehr in die tiefen menschlicher Abgründe, daß er zeitweise die Orientierung verliert. Und das ist nachvollziehbar: Auf den Wohnungstüren einiger Häuser im 18. Pariser Arrondissement erscheint über Nacht eine archaisch anmutende 4. Hinter einer nicht markierten Tür liegt am Morgen ein Toter, von Flohbissen übersät und schwarz, wie die Legende von den Pesttoten im Mittelalter berichtet. Und am anderen Ende der Stadt steht ein bretonischer Seemann auf einer Kiste und verliest bedrohlich klingende, mittelalterliche Texte, die die schwarze Pest ankündigen. Die Vieren mehren sich, die Toten auch. Die Medien schüren Panik. Und Adamsberg steht zunächst allein mit seiner Erkenntnis, daß die Opfer nicht durch pestinfizierte Flöhe getötet wurden. Zwar findet er bald Verbündete, etwa in Marc Vandoosler, einem jungen Historiker und Fachmann für das Mittelalter. Doch die Zeit drängt. Der nächste Tote liegt auf dem Pariser Pflaster. Schwarz. Und tiefe Dunkelheit umhüllt auch den eigenwilligen Kommissar. Fred Vargas hat mit „Pars vite et reviens tard“, derzeit in 12 Sprachen übersetzt, ihren bislang erfolgreichsten Roman vorgelegt. Er erhielt den Preis der Leserinnen von ELLE, den französischen Buchhändlerpreis und stand über einem Jahr auf der Bestsellerliste von L`EXPRESS. Zu recht, wie wir finden. Es ist ein Buch das in den Bann zieht, nicht losläßt, bevor auch die letze Seite verschlungen ist und das süchtig macht, nach mehr Abenteuern dieses sonderbaren und gewinnenden Pariser Kommissars. Für Krimileser unbedingt empfehlenswert. Autor/in: Fred Vargas
Verlag: Aufbau-Verlag
Umfang: 399 Seiten
Erscheinungsjahr: 2003
Preis: 22 €
Das könnte Ihnen auch gefallen:
Jean-Claude Izzo: Die Marseille-Trilogie (Kritik)Der untröstliche Witwer von Montparnasse Fred Vargas: Der vierzehnte Stein (Buchkritik) Fred Vargas: Die dritte Jungfrau (Kritik) Fred Vargas: Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken (Buchkritik) Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein (Kritik)
Weitere Links zum Thema:
Fred Vargas: Der untröstliche Witwer von Montparnasse
,
Fred Vargas: Der vierzehnte Stein
,
Fred Vargas: Vom Sinn des Lebens, der Liebe und dem Aufräumen von Schränken
Weitere Tipps aus dieser Rubrik:
Jugend |
Regional |
Unterhaltung |
Reisen |
Gesundheit |
Haus & Garten
Impressum | Disclaimer | Kontakt Sitemap Jugend:
News | Wir über uns | Top Themen | Angesagt | Schule | Wissen | Sport | Brennpunkt | Entertainment | Top 5 Gelbe Seiten Sitemap Gesundheit:
Beauty | Neues aus der Welt der Gesundheit | Psychologie | Wellness | Was ist eigentlich...? | Ernährung | Bücher & Medien | Top 5 Gelbe Seiten Sitemap Haus & Garten:
Aktuelles | Bauen und Renovieren | Wohnen | Unter freiem Himmel | Kräuter-ABC | Maschinen und Handwerkzeug | Bücher & Medien | Veranstaltungen | Top 5 Gelbe Seiten © 2012 Themenguide.de - Jugendliche, Freizeit, Schule
|