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Klimaerwärmung

Klimaerwärmung - Eine Bedrohung für die Menschheit?

30.10.2008
© MEV

Von unserem Jungredakteur Philipp Gramatke, Ricarda-Huch-Schule, Kurs Journalismus, 9. Jahrgang

Seit den 80er und 90er Jahren sprechen wir immer häufiger von Klimaerwärmung. So manch einer wird sich da natürlich fragen, was denn an wärmeren klimatischen Bedingungen so schlecht ist.

Zum einen ist es das Schmelzen der Pole, das die Ozeane ansteigen lässt, zum anderen geht auch wertvoller Lebensraum für Pinguine, Eisbären und Eisfüchse verloren. Durch das Verschwinden dieses Lebensraumes könnte das ökologische Gleichgewicht völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Das ist leider auch schon der Fall.

Naturkatastrophen

Des Weiteren, so vermuten international anerkannte Klimaforscher, kommen durch die Klimaerwärmung immer mehr Naturkatastrophen zustande. Ein Beispiel sind die USA: In den Vereinigten Staaten gab es im Jahr 2005 mehr Naturkatastrophen immenser Größe und Zerstörungskraft als in anderen Ländern in zehn Jahren. Die unzähligen Tornados, die sich in ihren Windstärken gegenseitig zu übertrumpfen scheinen, richteten verheerenden Schaden an. Sie zerstörten Städte wie New Orleans (Hurricane Rita), richteten aber auch in gesamt Florida erhebliche Schäden an. Die andere Seite der Medaille: Seit den letzten zwei Jahren ist der Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid (CO²) um mehr als zwei Prozent gestiegen. Im Jahr 2004 haben die USA 7,12 Millionen Tonnen klimabelastende Gase ausgestoßen, damit sind sie weltweite Spitze. Im Vergleich zu den 90er Jahren ist dies ein Plus um 16 Prozent. Das ist zwar ein relativ geringer Anstieg, dennoch trägt die USA zweifelsohne Mitschuld an den eigenen Katastrophen.

Polkappen schmelzen

Eine weitere, wesentlich größere Gefahr besteht darin, dass durch das Schmelzen der Pole die Durchschnittstemperatur der Ozeane sinkt. So könnte der Golfstrom, der für unser „mildes Klima“ verantwortlich ist, zum Erliegen kommen. Die Folge: Eine neue Eiszeit. Wie soll es jetzt weiter gehen? Aufgrund dieser sich drastisch verschlechternden Situation wurde im japanischen Kyoto eine Klimakonferenz einberufen, auf der internationale Umweltpolitiker beraten, wie sie den CO²- Ausstoß reduzieren können.

Um diesem Vorhaben Nachdruck zu verleihen, wurde 1997 das Kyoto-Protokoll aufgesetzt. Viele Staaten nehmen daran teil, unter anderem auch Deutschland. Allerdings begann die Reduktionsphase erst im Februar 2005. Im Mai diesen Jahres wird wieder beraten, jetzt in Montreal. Diesmal geht es darum, wie nach Auslaufen des Prozesses von Kyoto im Jahr 2012 die Treibhausgas-Reduzierung weitergeht. Es wird vermutet, dass es ein neues Klimaprotokoll geben wird, vielleicht das „Montreal-Protokoll“.



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