Kinderarbeit

 In Kinderarbeit & Co.

Von unserer Jungredakteurin Jessica Sanftleben, Ricarda-Huch- Schule, Kurs Journalismus, 9. Klasse

In Deutschland ist sie verboten, doch dieses Verbot gilt nicht überall auf der Welt, oder es wird nicht eingehalten. In Afrika, Asien und Lateinamerika ist sie weiterhin ein schwerwiegendes Problem: Die Kinderarbeit.

Das Phänomen Kinderarbeit entstand im 17. und 18. Jahrhundert in den Arbeitshäusern, die sich während der Industrialisierung immer weiter ausbreiteten. Kinder mussten beispielsweise Perlenketten aufstecken, da ihre Finger die feinmotorische Arbeit besser bewältigen konnten. Andere mussten Baumwollreste vom Boden der Baumwollspinnereinen fegen – auch wenn die gefährlichen Spinnmaschinen noch in Betrieb waren.

Auch in Bergwerken wurden Kinder eingesetzt, da sie im Gegensatz zu Erwachsenen klein genug waren, in die engen Schächte zu klettern. Ein weiterer Vorteil für die Unternehmer war, dass sie die billigsten Arbeitskräfte waren, die es gab – genauso wie heute. Damals wurden Kinder wie kleine Erwachsene behandelt. Eine behütete Kindheit, wie wir sie kennen, existierte nicht. Doch auch heute gibt es immer noch viele Kinder, denen es nicht möglich ist, zur Schule zu gehen und ihre Kindheit erleben können, weil sie arbeiten müssen. Es gibt viele verschiedene Aufgaben, die unter die Kinderarbeit fallen wie:

  •  Hilfe bei der Ernte in der Landwirtschaft
  •  Autos waschen · Zeitungen austragen
  •  Arbeit im Haushalt
  •  Reinigungsarbeiten
  •  Betreuung kleinerer Kinder
  •  Arbeit in der Produktion von Textilien, Teppichen usw.
  •  Straßenverkauf
  •  Arbeit in Bergwerken
  •  Prostitution

Da die Kinderarbeit viele Seiten hat, unterscheidet man zwischen leichter und geeigneter Arbeit und ausbeuterische Kinderarbeit. Kinderarbeit ist ausbeuterisch, wenn sie für einige Jungen und Mädchen zum Alltag geworden ist. Manche Kinder schuften z.B. bis zu 16 Stunden am Tag in meist stickigen, engen Räumen und kennen keine Freizeit. Sie arbeiten, um für die Familie Geld zu beschaffen. Manchmal wird ihnen auch gesagt, sie müssten Schulden der Familie abarbeiten. So schinden sie einige Kinder tagein, tagaus, ohne zu wissen, was das überhaupt für Schulden sind. Das Problem ist: Sie können die Schulden oft gar nicht abarbeiten. Von den Hungerlöhnen müssen sie nicht nur Miete für die Unterkunft, die sie sich oft mit vielen anderen Personen teilen, bestreiten, sondern auch das magere Essen bezahlen, das oft nur aus Reis und Linsen besteht. Solche Kinder arbeiten unter härtesten Bedingungen, die zugleich die Kriterien für ausbeuterische Kinderarbeit sind:

  •  Ihre Arbeitszeiten sind zu lang
  •  Arbeit wird schlecht bezahlt
  •  Den Kindern wird zu viel Verantwortung aufgetragen
  •  Die Arbeit ist eintönig. Das Arbeitsumfeld ist extrem gefährlich
  •  Die körperliche und seelische Belastung ist hoch
  •  Es gibt keine Möglichkeiten, regelmäßigen eine Schule zu besuchen

Allein in Indien leben rund 15 Millionen Kinder unter diesen Bedingungen!

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